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Studie zum Einfluss von Haltung und Verhalten auf das Wohlbefinden in der Pandemie

Während der 1. Phase der COVID-19 Pandemie und des Lockdowns untersuchten Wissenschaftler der Universität Witten/Herdecke und des Kompetenzzentrums für Christliche Spiritualität der Philosophisch-Theologischen Hochschule, Münster Veränderungen in Verhalten und Lebensqualität.

Besonders verunsichert erlebten sich Schwerkranke durch die unterschiedlichen Aussagen zu Gefahr und Verlauf einer Covid-19 Infektion. Sie vermieden Arztbesuche und isolierten sich sozial. Das Wohlbefinden war bei 30% eher gering. Frauen, über 40-Jährige und Alleinstehende hatten ein deutlich geringeres Wohlbefinden. 31% der Befragten erlebten jedoch ein sehr gutes Wohlbefinden. Diese Menschen bemerkten positive Veränderungen in ihren Haltungen, Einstellungen und Verhaltensweisen.
Insgesamt wurden Verhaltens- und Einstellungsveränderungen wahrgenommen in den Bereichen: Naturerfahrung, Zeiten der Stille und Besinnung, soziale Beziehungen, Interesse an Spiritualität, Lebensreflexion sowie verstärktes  Einsamkeitsempfinden und das Empfinden eingeschränkt zu sein.

 Viele der Befragten scheinen bewusster in ihren Wahrnehmungen und Verhaltensweisen geworden zu sein. Eine wesentliche Komponente der Veränderungen ist die bewusste Wahrnehmung des „Besonderen“ im Alltag, staunendes Innehalten und Gefühle der Dankbarkeit als Ergebnis einer Wahrnehmungs-Schulung. Die Studie hinterlässt die Fragestellung wie die mit Belastungsempfinden, depressiver Gestimmtheit und sozialer Isolation Zurückbleibenden unterstützt werden könnten.

Details gibt es hier: https://www.uni-wh.de/fileadmin/user_upload/03_G/04_Forschung/Projekte/Tag_der_Forschung_2021/Medi/m-z/Wahrgenommene_Veraenderungen_waehrend_der_COVID-19_Pandemie_.pdf

Die Studie kann frei heruntergeladen werden unter: https://doi.org/10.1186/s12955-020-01623-6