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AKTUELLES

SCHWERPUNKT der 94. GMK: KINDER- UND JUGENDGESUNDHEIT IN CORONA-ZEITEN

Am 16.06.2021 fand die Konferenz der Gesundheitsminister der Länder als Telefonkonferenz statt. Zur besseren Erkennung und Bewältigung langfristiger Pandemie-Folgen für Kinder und Jugendliche ist der Schulterschluss von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft erforderlich.

Ersten Studien zufolge fühlt sich die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen durch die Pandemie psychisch belastet.  Die Corona und Psyche-Studie des UKE Hamburg fand bereits in der 2. Welle 71 Prozent davon betroffen.
Damit  Kinder durch Lockdowns und Schutzmaßnahmen nicht zu Corona-Verlierern werden,  hat die GMK unter anderem beschlossen:
•    Die GMK bittet den Bundestag, eine Enquete-Kommission „Kindergesundheit in Pandemiezeiten“ einzurichten, die sich mit den schädlichen Folgen der Corona-Pandemie für die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzt. Ziel ist unter anderem, einen Bericht zu verfassen, in dem auch die Spät- und Langzeitfolgen der Corona-Schutzmaßnahmen sowie einer COVID-19-Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen wissenschaftlich analysiert werden. Aus dem Bericht sollen schließlich politische Maßnahmen abgeleitet werden, um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu fördern und die Corona-Folgen zu bekämpfen.
•    Das Paul-Ehrlich-Institut soll fortlaufend zum Kenntnisstand über Corona-Impfstoffe für Kinder berichten und zusammen mit der Ständige Impfkommission weiterhin analysieren, inwieweit und unter welchen Umständen eine Corona-Impfung für Kinder sinnvoll und empfehlenswert ist.
•    Das Bundesgesundheitsministerium wird gebeten, ressortübergreifend Maßnahmen zur Bewegungs- und Ernährungsförderung für Kinder und Jugendliche unter Lockdown-Bedingungen zu entwickeln.

In der Pandemie haben Kinder und Jugendliche haben auf Freunde, Schule und auf viele Freiheiten verzichten müssen. Die entstandenen Defizite sind auf sämtlichen Ebenen engagiert auszugleichen. Als größte Aufgabe für den Sommer sind die Infektionszahlen so niedrig zu halten, dass nach den Ferien Schule und KiTa wieder normal starten können. Kinder brauchten wieder mehr Leichtlebigkeit im Alltag, forderte BMG Spahn.
Zur Belastung von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise veranstaltete Sachsen-Anhalt unter dem Titel ‚Gemeinsam durch die Corona-Krise – Jugend & Politik im Gespräch‘ ein Digital-Forum mit Kindern, Jugendlichen und Akteuren aus Politik und der Kinder- und Jugendhilfe. Die Ergebnisse wurden Politik und Verbänden im Land zur Verfügung gestellt, um Handlungsansätze zu erarbeiten. Das ist ein erster Baustein, dem weitere folgen sollen.
Zur Pressemeldung: https://www.gmkonline.de/Presse.html?newsID=153