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FACHBEREICH
PLASTIK

Fachbereich Plastik

Im Fachbereich Plastik wird mit Stofflichkeit, Proportion und Volumen gearbeitet, mit Vitalität, Wärme, Formbildung, -erhaltung und -verwandlung, seelischem Ausdruck in Gestik und Gebärde sowie mit zusammenfassenden Motiven, die dem Werk seinen geistigen Gehalt geben. Plastisch-therapeutisches Gestalten wirkt besonders auf die Körperempfindung und auf die Verbindung des Seelischen mit den Lebenskräften.

Neben der häufig eingesetzten Tonerde wird mit Wachs, Holz, Sand, Plastilin, Gips, Speckstein oder Stein gearbeitet. Plastisches Gestalten regt die leibbezogenen Sinne an.Es kann entspannend wirken, über den Tastsinn das Selbsterleben stärken und das Gefühl innerer Sicherheit zu vermitteln. Dabei wird das eigene körperliche Befinden intensiv erspürt. Äußere Bewegungs- und Gestaltungsvorgänge werden innerlich nacherlebt.

Die Orientierung im Raum wird intensiviert und es entstehen neue Gewichtungen des „In-der-Welt-seins“ als Grunderfahrungen zur Selbstausrichtung.

Überwiegend werden leicht formbare Materialien mit den Händen modelliert: Handschmeichler, Gefäße oder Höhlen entstehen, gegenständliche oder freie Motive. Mit dem Formungsprozess im Plastischen werden die jeweiligen Prozesse innerlich mitvollzogen, was sich positiv auf das Erleben und auf den Organismus auswirkt.

Oktaeder Tonarbeit
Tonarbeit
 Taube aus Ton
Skulptur aus Stein
Fuesse im Ton
Schnitzarbeit

Therapieziele

Die Therapieziele orientieren sich an der Art der Erkrankung nach Gesichtspunkten der Anthroposophischen Medizin. Berücksichtigung finden akute Beschwerden, die individuellen Wünsche des Patienten sowie die voraus-sichtliche Dauer der Behandlung. Dem entsprechend werden die künstlerischen Mittel und Prozesse der Plastik oder der Bildhauerei eingesetzt.

Im Mittelpunkt stehen:

  • Anknüpfen an neu entstehende Formen
  • Verbesserung der Selbstannahme
  • Verbesserung selbstregulierender Fähigkeiten
  • Aktivierung der Sinnestätigkeit
  • Verbesserung der Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit
  • Emotionale Stabilisierung
  • Stärkung der Selbstverantwortlichkeit
  • Eröffnen neuer Perspektiven.

Häufigste Verordnungen

Therapeutisches Plastizieren wird u.a. verordnet bei:

  • Depressionen und anderen Stimmungsveränderungen
  • Angsterkrankungen
  • Reaktionen auf schwere Belastungen
  • Psychosen
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit- und Jugend
  • Brustkrebs.